Mit sich und mit der Welt verbunden

Von

„Es vergeht kein Tag“ gehört dem Büro- und Geschäftsleben, dem Wohnen und Zusammenleben, dem Vergnügen und den Grünstreifen, keinen von Verkehrsflächen und Verkehrswegen eingeengten Tagesabläufen und Lebenswegen. Soweit zum Ideal. Tatsache ist, Grün dominiert, sobald sich wo ein Platz dafür findet. Außerhalb des Ortes staut es sich, im Ort verteilt sich alles auf eine wie von Geisterhand gelenkte Weise. Fährt etwas nicht dorthin, wohin man muss und mit dem man mitfahren kann, nimmt man seinen Transport selbst in die Hand. Es sind überall Fahrgelegenheiten zu finden, mit denen es in die gewünschten Richtung auf den Weg geht. Sollten Stationen und Fahrzeiten nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entsprechen und man vergeblich auf eine Mitfahrgelegenheit warten, bietet sich immer eine Ersatzlösung an. Man kann sich auf die allgemeinen Einrichtungen verlassen, man sollte aber auch in der Lage sein, von sich aus initiativ zu werden. „Zur Eigeninitiative gehört, aus der großen Fülle der Angebote aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten selbst die unter den gegebenen Umständen beste Wahl zu treffen“, so der Leitspruch des Verkehrswesens von in „Es vergeht kein Tag“. Die Warenanlieferung, die Entsorgung von Restbeständen geschieht über kaum wahrnehmbare Vorgänge an Nebeneingängen oder Hinterseiten, zu Zeiten, an denen kein anderer Betrieb stört.

Am besten stellt man sich das Transportwesen von in „Es vergeht kein Tag“ wie in und auf einem sehr großen Messegelände vor, nur etwas weniger Überdacht und dafür mit mehr Bewegung zwischen den einzelnen Objekten. Anderswo als entlaufen angesehene, ungehindert herumlaufende Haustiere bewegen sich wie in freier Wildbahn zwischen den Fahrzeugen, laufen manchmal kurz neben ihnen her, springen da und dort auf ein Dach, lassen sich das eine oder andere Stück mitnehmen und werden sonst am liebsten vom Verkehr in Ruhe gelassen.

Wildtiere gibt es keine. Zu Wildtieransiedlungen fehlt das Gelände, es ist auch außerhalb des Ortes zu weit weg und zu weit weg davon, ein natürlicher oder wenigstens naturnaher Lebensraum zu sein, so dass Wildtiere bis zu ihnen vordringen könnten. Bärenzwischenfälle und Wolfsrisse sind schon von daher auszuschließen, sie kommen aber auch mangels Schafbeständen und Begegnungszonen nicht vor. Man weiß nicht, wer überraschter wäre, der Bär, der einen Menschen oder den Kühlergrill und die Motorhaube seines Autos vor sich sieht oder der Mensch mit einem Bären oder vor dem Volant seines Autos vor sich, käme es zu einer Begegnung von beiden.

Für Thomas Stecher