Unglückswurm Peter hieß nicht einmal annähernd so. Er hieß so, weil ihn die anderen zu einem Unglückswurm machten. Angefangen hatte er als Unglücksrabe, als Pechvogel, der in jede Falle, die sich ihm stellte, ging.
Streicht wer etwas mit Pech ein, prompt will ein Unglücksrabe wissen, was es damit auf sich hat. Seine Wissbegier macht ihn dazu. Kein Mensch kann mit einem Unglücksraben etwas anfangen, mit einem Unglücksvogel aber auch nur derjenige, der ihn gefangen hat, der Unglücksvogel selbst hat nichts davon.
Irgendwann passte „Unglücksrabe Peter“ nicht mehr zu ihm, er wurde zu viel für das, was er war. Er hatte schließlich nicht immer weiter noch einmal so viel Pech, wie er schon hatte. Und da es sonst nichts Kleineres gab, das Pech haben konnte, wurde er direkt vom Unglücksraben zum Unglückswurm. Peter hieß er genauso nicht. Und der Schwarze Peter war er schon gar nicht. Es war aber ganz praktisch, ihm all das, was niemand wollte und wusste, zuzuschieben, wie den Schwarzen Peter eben. Niemand will ungeliebt sein, ein unlösbares Problem mit sich herumtragen, woran Schuld sein oder für etwas Unangenehmes verantwortlich gemacht werden. Ein Schwarzer Peter will das genauso nicht, ihm bleibt aber nichts anderes über. Nein, Rauchfangkehrer ist ein Schwarzer Peter keiner, sondern nichts als einfach der Schwarze Peter. Rauchfangkehrer bringen Glück, es geht nicht so schnell alles in Flammen auf, wenn sie sich um die Rauchfänge kümmern. Ein Schwarzer Peter wird nicht als Schwarzer Peter angeredet, er ist lediglich einer.
Unglückswurm Peter oder Peter, der Unglückswurm, trug das